2026-05-28 · Influencer · Regulierung
Influencer-Kennzeichnung: Was Redaktionen und Marken gerade diskutieren
Zwischen Transparenzpflicht und kreativer Freiheit bleibt die Kennzeichnung ein Dauerstreit. Wir ordnen die aktuellen Argumente ein.
Die Debatte um Kennzeichnungspflicht ist nicht neu – neu ist die Härte, mit der Aufsichtsstellen und Branchenverbände Formulierungen prüfen. Was früher als grauer Hinweis am Rand durchging, wird inzwischen als irreführend gewertet.
Aus Redaktionssicht fällt auf, dass viele Marken noch immer interne Leitlinien verwenden, die älter sind als die aktuellen Urteile. Agenturen berichten von Nachfragen aus der Rechtsabteilung, die erst kurz vor Veröffentlichung kommen. Das verzögert Freigaben und lässt Creator-Teams ratlos zurück.
Ein praktikabler Weg: Kennzeichnungsregeln schriftlich fixieren, Beispiele aus der eigenen Branche sammeln und vor jeder Kampagne mit der Rechtsabteilung abgleichen – nicht erst, wenn der Content fertig ist. Wer das in einem Branchenbriefing festhalten lässt, spart in der nächsten Runde Zeit.
Wir beobachten die Diskussion weiterhin und nehmen sie in unsere Themenrecherchen auf, wenn Auftraggeberinnen Klarheit für Pitch-Unterlagen oder interne Schulungen brauchen.